Testberichte und Informationen aus dem RC-Modellbau

Katana 30 SE

Katana S30E von Sebart.it

 

 

Spannweite: 125 cm
Länge ü. a.: 125 cm
Abfluggewicht: ab 1200 g

Der Baukasten:

Das Modell wird in einem 1010 x 400 x 160 mm großen Karton geliefert – so sieht das aus:

Die einzelnen Teile sind sauber verpackt und gesichert.
Rumpf mit Kabinenhaube:

 

 

Tragfläche:

Leitwerke:

Motorhaube, Radschuhe und Motordom:

Motorhaube:

Kleinteile und Fahrwerk:

Dekorbogen und Bauanleitung in englischer Sprache:

Antrieb:
Hacker A30-14L; Hacker X40 pro BEC; Hacker Evo20 3s2500

Servos und Empfänger:
4xHitec HS65HB; SMC16 Scan

Gewichtsübersicht:
Rumpf:   169 g
Motorhaube: 53 g
Motordom: 21 g
Kabinenhaube: 60 g
Tragfläche links: 123 g
Tragfläche rechts: 121 g
Kohlerohr: 21 g
Seitenleitwerk: 6 g
Seitenruder: 11 g
Höhenleitwerk: 18 g
Höhenruder: 21g
Alufahrwerk: 43 g
Radschuh links: 9 g
Radschuh rechts: 10 g
Kleinteile: ca. 75 g
Motor: 146 g
Regler: 43 g
Akku: 211 g
Servos: 4 x 10 g
Empfänger: 17 g
gesamt:  1218 g

Das zu erwartende Abfluggewicht liegt somit bei unter 1300 g.

Folgende Kleinteile müssen zusätzlich gekauft werden:

Hochstromstecker (Akku/Regler), Servoverlängerungskabel, Schrumpfschlauch, Klettband, Klettschlaufe.

Folgende Werkzeuge wurden beim Bau benutzt:

  • Akkubohrer
  • 1,5 mm – Bohrer
  • 2 mm – Bohrer
  • Schlitzschraubendreher
  • Kreutzschlitzschraubendreher
  • Sekundenkleber dünnflüssig
  • Sekundenkleber mittelflüssig
  • Cuttermesser
  • Lötkolben nebst Zubehör
  • Stecknadeln
  • Geodreieck
  • Zollstock
  • Bleistift

Der Bau

Bevor es an den Bau ging, wurde zunächst die Anleitung ausgiebig studiert, wobei das Modell bereits in Gedanken durchgefertigt wurde. Dadurch fällt einem der Bau später leichter – man weiß schon vorher, wie die einzelnen Bauabschnitte aufeinanderfolgen. Zuweilen kann man somit zwei Bauabschnitte auf einmal erledigen. Außerdem kann man abschätzen, welche Materialen oder Werkzeuge man braucht. Denn nichts ist schlimmer, als am Samstag gegen 21.00 Uhr zu bemerken, wie einem der Holzleim ausgeht. Und die Geschäfte haben erst am Montag wieder offen…

Die Bauanleitung ist in einfacher englischer Sprache verfasst, wobei die zahlreichen sehr detaillierten Bilder weiterhelfen, sollte man die Beschreibung nicht auf Anhieb verstehen.

Die Tragfläche:

Wie in der Anleitung empfohlen, begann ich mit dem „Bau“ der Tragfläche. Bauen kann man es eigentlich nicht nennen, da die Tragfläche bereits vorgefertigt und bebügelt ist.
Zunächst werden die „Endstücke“ der Tragfläche angeklebt und anschließend nachgebügelt.

Anscharnieren der Querruder:

Die Fließscharniere werden mit Sekundenkleber verklebt.

Die Servos passten mit wenig Nacharbeit in den Schacht.

Die Servokabel der Querruderservos wurden verlängert, indem das Kabel kurz vor dem Stecker und die Servokabel für Höhe und Seite kurz vor dem Servo abgeschnitten und als Verlängerung der Queruderservos benutzt wurden:

Nach dem Einschrauben der Servos und dem Befestigen der beiliegenden Anlenkung sind die Tragflächen fertig:

Der Rumpf:

Der Rumpfbau beginnt mit dem Einbau der Leitwerke, wobei hierbei besonders sorgsam gearbeitet werden muss, da dieser Bauabschnitt das Flugverhalten stark beeinflusst. Die Folie am Rumpf wird an den entsprechenden Stelle entfernt.

Zunächst wird das Dekor auf das Seiteleitwerk aufgebracht:

Danach werden das Seitenleitwerk sowie Seitenruder ausgerichtet und verklebt.

Das Höhenleitwerk wird anhand des Kohlerohrs ausgerichtet und fixiert. Danach wird das Höhenruder angeklebt und das Leitwerk endgültig verklebt:

Hecksporn:

Da die Servos für Seiten- und Höhenruder im Heck Platz finden, muss man die Servokabel auf insgesamt 65 cm verlängern. Aus Gewichtsgründen kam 0,4-mm-Kupferlackdraht zum Einsatz:

Einbau von Höhen- und Seitenruderservo:

Fahrwerksmontage:

Die Radschuhe wurden zunächst weggelassen, da sie je nach Rasenqualität dem Modell eher schaden als nutzen.

Der Motordom wird an den Motor angepasst und mit dem Rumpf verklebt:

Motor an den Motorspant schrauben und den Regler mit Kabelbinder am Motordom befestigen (auf Kühlluftzufuhr achten!):

Kühlluftzufuhr für den Motor:

Motorhaube an den Spinner anpassen und festschrauben:

Der Akku wurde auf der Unterseite mit Klettband versehen:

Einbau Empfänger mit Klettband und Kabelbinder:

Einstellarbeiten

Damit ist der Bau auch schon beendet – doch bis zum Erstflug sind noch einige Schritte nötig:

Zunächst wird der Schwerpunkt korrekt eingestellt

Die Position des Akkus wird markiert und die Auflagefläche mit Klettband versehen. Für zusätzlichen Halt sorgt eine Klettbandschlaufe:

Einstellen der Ruderausschläge nach Plan: Es sind zwei Werte angeben – eine zahme und eine 3D-Variante. Für den Erstflug wurde die zahme Variante gewählt und die Expowerte entsprechend Anleitung eingestellt.

Gewichtsbilanz:
Tragfläche links: 142 g
Tragfläche rechts: 141 g
Akku: 215 g
Rumpf: 771 g

Das Abfluggewicht liegt somit bei 1269 g.

Time to fly?

Vor dem Erstflug steht zunächst noch ein Reichweitentest an. Dieser wurde, bei eingezogener Antenne und damit verbundenen über 50m Reichweite ohne Zucken, bestanden.

 

Erstflug

Der Start vom gemähten Rasen klappte problemlos:

Zu Trimmen gab es wenig:

Die Ruderreaktionen sind direkt aber nicht zu heftig.
Das Modell kann relativ langsam geflogen werden, so dass die erste Landung mühelos und ohne Kopfstand endete:

Pilot und Erbauer sind zufrieden mit der „Kleinen“.
Die Flugzeit bei verwendetem Akku liegt bei 10 min, der Standstrom bei 39 A.

Fazit:
Der Bau ging ungeahnt fix über die Bühne – das Modell war binnen einer Woche flugfertig. Beim Bau gab es keine Beanstandungen. Die Bauanleitung lässt keine Fragen offen und die Flugeigenschaften sind traumhaft. Ein sehr zu empfehlender Bausatz also, der zudem mit reichhaltigem Zubehör ausgestattet ist.

Die Bauteile des Modells sind weitestgehend sauber verarbeitet – einzig die Folie könnte ein wenig besser sein. Auch konnten einige Kleinteile leider nicht so ganz überzeugen.

Spinner:
Der dem Bausatz beiliegende Spinner hat eine 5 Millimeter dicke Grundplatte. Dies hat zur Folge, dass der beiliegende Propellermitnehmer für den vom Hersteller empfohlenen Moto zu kurz ist. Um den Propeller sicher fixieren zu können, müsste das Gewinde 5 Millimeter länger sein. Wer auf einen Spinner nicht verzichten will, sollte sich entweder einen längeren Mitnehmer oder gleich einen anderen Spinner mit einem Durchmesser zwischen 50 und 53 Millimeter besorgen.

Ruderhörner:
Die beiliegenden Plastikruderhörner haben eine zu große Bohrung, so dass der Anlenkungsdraht zu viel Spiel hat. Abhilfe kann man hier schaffen, indem man folgende Schritte befolgt: Anlenkungsdraht in das Ruderhorn stecken und einen kleinen Tropfen Sekundenkleber auf die Kontaktfläche geben. Nach Austrocknung des Klebers den Anlenkungsdraht drehen, um somit die Klebestelle aufzubrechen. Dadurch ergibt sich eine absolut spielfreie und leichtgängige Anlenkung. Diese Methode ist gängige Praxis und hat  bisher zu keinen Problemen geführt. Trotzdem sollten – und das sei angemerkt – einem solchen Baukasten passende Anlenkungsteile beiliegen.

Anlenkung am Servo:
Der Anlenkungsdraht wird servoseitig über Gestängeanschlüsse, welche den Draht mittels Madenschraube fixieren, realisiert. Diese Methode ist bei Slow- und Parkflyern sehr beliebt, da die Justierung sehr feinfühlig vorgenommen werden kann. Ob diese Methode auch bei einem Kunst- und 3D- Flieger mit einer Spannweite von 1,25 Metern angebracht ist, ist indes Geschmacksache – bisher funktioniert es tadellos. Eine Ausführung mit Gabel- oder Kugelgelenkköpfen ist jedoch wesentlich edler.

Nun noch ein paar Bilder im Stand und in der Luft zum Schwärmen:

Bisher setzt ganz klar der Pilot das Limit. Doch sind erfahrenere Besitzer einer Katana S 30E durchweg begeistert – ganz gleich, welche Figuren geflogen werden.

Kostenübersicht:

Beschreibung

Preis*

KatanaS 30E inkl. Hacker A30-14L;
Hacker X40pro und Luftschraube APC 14*7“

319,00 EURO

Empfänger Graupner SMC16Scan

83,50 EURO

HS65HB (Querruder1)

29,90 EURO

HS65HB (Querruder2)

29,90 EURO

HS65HB (Höhenruder)

29,90 EURO

HS65HB (Seitenruder)

29,90 EURO

Akku Hacker Evo 20 2500mAh 3s

93,00 EURO

Kleinteile (Kabel; Stecker; Klettband;…)

30,00 EURO

Gesamt:

ca. 650 EURO

* UVP der Hersteller

468 ad
Werbung
Werbung