Testberichte und Informationen aus dem RC-Modellbau

Mustang P 51

Mustang P 51 von Arkai

Technische Daten:

Spannweite: 1010 mm
Länge: 855 mm
Steuerung: Höhenruder, Seitenruder, Querruder, Motor
Gewicht 470 gr. Rohbau (798 gr. Abfluggewicht)

 

 Der Baukasteninhalt:

Der Rumpf ist in konventioneller Holzbauweise hergestellt. Die Tragflächen bestehen aus mit Balsaholz beplanktem Styropor. Die Motorhaube ist aus GFK.

Alle Teile sind einzeln verpackt – alle zum Bau notwendigen Kleineile sind vorhanden. Das Modell ist bereits mit Folie bespannt.

RC-Komponenten:

Arkai Regler 30 A

Arkai Black Series R-MBR12

Technische Daten: 
Gewicht: 65,5 gr.
Watt:  300 W
rpm/V: 1084
Ampere: 15 A
max. Ampere:  25 A
Spannungsbereich:  7 – 15 V
optimale Betriebsspannung:  12 V
Welle:  3 mm

3 Servos Arkai R-SV- 10 g, sowie 2S Flugakku 2000 mAh

 

Der Bau
Die Bauanleitung lässt keine Fragen offen. Alle Arbeitsschritte sind sehr gut in Bild und Text dargestellt. Für den fortgeschrittenen Modellbauer sollten somit keine Probleme auftreten.

Zunächst wird eine Aufnahme für den Querruderservo ausgeschnitten. Danach werden die beiden Tragflächenhälften verklebt. Zum Austrocknen wird die Tragfläche auf den Rumpf geschraubt.  Damit die Tragfläche nicht am Rumpf anklebt, wird Frischhaltefolie unterlegt.
Ebenfalls werden die beiden Tragflächenhälften mit Klebeband fixiert.

Als nächstes wird das Leitwerk eingebaut. Der hohe Vorfertigungsgrad macht es fast unmöglich, das Leitwerk nicht im rechten Winkel einzubauen. Achtung jedoch – bevor das Seitenleitwerk eingebaut wird, muss unbedingt das Höhenruder eingeklebt werden!

 

Nun werden Die Servos und die Anlenkungen eingebaut.

 

So nun fehlt nur noch der Motor. Der Motor wird direkt in der GFK Haube eingefügt. Hierzu wird der mitgelieferte Motorträger mit Epoxydharz verklebt. Wichtig ist dabei besonders, dass der Übergang zwischen Motorträger und Motorhaubenwand mit Epoxidharz aufgefüllt wird. Falls zur Hand, sollten hier dem Kleber noch Baumwollflocken zugeführt werden.

Wir haben die GFK Haube zusätzlich mit Kohlestäben verstärkt. Dies ist zwar nicht notwendig, aber ratsam, zumal einfach  zu machen.

Nun werden der Motor eingeschraubt sowie die Motorhaube mit 1 Grad Sturz und 1 Grad Seitenzug eingebaut.

Tipp
Um den Schwerpunkt genau bestimmen zu können, wurde ein „Akkurutsche“ eingebaut, über welche man den Akku einfach verschieben kann, um den Schwerpunkt anzupassen.

Hierzu werden zwei Balsahölzer im vordern Teil mit Sekundenkleber eingeklebt:

Danach wird eine „Rutsche“ über die beiden Hölzer gelegt. Dir Rutsche stößt vorne an dem Rumpf an, und wird ebenfalls mit Sekundenkleber verklebt. Als Material eignet sich übrigens Sperrholz ganz hervorragend.

So – und nun wird der Akku präpariert:
Man benötigt den Akku und ein weiteres Stück Sperrholz.

Der Akku wird mit Tape auf dem Sperrholzstreifen befestigt.

Fertig. Noch zwei Löcher zum Befestigen auf der Akkurutsche – und schon kann es losgehen.

So lässt sich der Schwerpunkt genau einstellen.

Schwerpunkt:
In der Bauanleitung ist der Schwerpunkt mit 66 – 80 mm, gemessen von der Nasenleiste, angeben. Bei unserem Modell war der Schwerpunkt bei 73 mm – und somit exakt in der Mitte der angegebenen Spanne.

Ruderausschläge:
Alle Ruderausschläge wurden wie in der Anleitung beschrieben eingestellt. Hier musste nichts mehr geändert werden, die Einstellungen sind ideal.

Fertiges Modell:

Erstflug:
Zunächst wurde das Modell mit einem 3S Akku geflogen. Schon nach kurzer Strecke auf der Startbahn hob das Modell ab. Zu trimmen gab es nur wenig, der Schwerpunkt, sowie die Ausschläge waren ideal. Rollen, Loopings sowie langsame Überflüge sind mit dem Modell kein Problem. Mit dem 3S Akku hat das Modell sehr viele Reserven, es kann mit Leichtigkeit bei Halbgas geflogen werden. Die Landung verlief ebenfalls ohne Problem auf der Piste.

Zweiter Start. Auch rasante Steigflüge sind klein Problem, das Modell scheint einen eingebauten Spaßfaktor zu haben. Nun wurde versucht, auf dem Gras zu landen – leider jedoch ohne Erfolg. Die Landung ist zwar ebenfalls sanft, jedoch lässt es sich nicht vermeiden, dass das Modell auf der Schnauze landet. Die Flugeigenschaften sind ausgewogen, die Mustang ist zudem sehr wendig. Auch die Langsamflugeigenschaften sind sehr gut. Fliegerisch und bautechnisch ist die Mustang ein rundum gelungenes Modell.

Test mit einem 2S Lipo
Das Modell fliegt auch mit einem 2S Akku. Indes ist dies absolut kein Vergleich zum Flugverhalten mit dem 3S Akku. Rollen und Loopings sind nun mit Mühe machbar. Es fehlt einfach etwas Spritzigkeit, um die Mustang auch wie eine Mustang fliegen zu können. Auch sollte man eine sehr lange Startbahn haben, um mit einem 2S Akku überhaut abheben zu können.

Daher unsere Empfehlung: Einen 3S Akku zu verwenden!

Bilder vom Erstflug

:

Fazit:

Ein absolut empfehlenswertes Modell. Es ist sehr schnell gebaut und hat sehr gutartige Flugeigenschaften. Mit der hier verwendeten Motorisierungen und dem 3S Akku ist das Modell mehr als nur ein „Parkflyer“.

Konfiguration und Kosten:

Modell Mustang P51 Arkai R-PLFZ53

99,00 €

Motor 65 gr Arkai R-MBR12

70,00 €

Regler 30 A Arkai R-RBR1

35,00 €

3 x Servos 10 gr. Arkai R-SV8

42,00 €

Akku 11,1 V 1000 mAh Arkai R-LIP2

28,90 €

Luftschraube 10×5 Arkai R-PRPH4

8,50 €

Empfänger Graupner R16 Scan

69,00 €

Gesamt:

352,40 €

Flugaufnahmen © by Daniel Just

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