Testberichte und Informationen aus dem RC-Modellbau

PIPER CHEROKEE

Graupner hat mit der Piper Cherokee ein schönes, tief gezogenes Hartschaummodell auf den Markt gebracht. Hoher Vorfertigungsgrad verspricht schnelle Bauzeit bei maximalem Flugspaß.

 

 

 

 

Technische Daten:

Spannweite: 860mm
Länge ü. a.: 655mm
Tragflächeninhalt: 14,0dm²
Höheleitwerksinhalt: 3,0dm²
Fluggewicht ja nach Ausrüstung: 420g

 

Der Baukasteninhalt:


Alle Bauteile sind einzeln bzw. gruppiert verpackt.

Der Rumpf:

Die Tragfläche:

Die Leitwerke:

Zubehörbeutel:

Die Bauanleitung:

Das RC-Equipment:


v.l.n.r.: 3 Servos, Empfänger, Antriebsset, Quarz, Spinner mit Luftschraube, Flugakku

Folgende Kleinteile werden zur Fertigstellung benötigt:


Stecker für Akku, Schrumpfschlauch, Klettband
Folgende Werkzeuge werden benötigt:


Kreuzschlitzschraubendreher, Cuttermesser, Akkubohrer, 2mm und 1,5mm Bohrer, Zollstock, Winkel, Spitzzange


Styro-Sekundenkleber, 5min Epoxy, Lötkolben, Feuerzeug, Klebefilm

Der Bau
Vor dem Bau stand zunächst der Blick in die Anleitung. Diese ist in Deutsch, Englisch und
Französisch vorhanden. Die ersten drei Seiten beschreiben diverse Sicherheitstipps. Auf den folgenden sieben Seiten ist der Bau in Bild und Text erläutert. Die Bilder sind in guter Qualität.

Die Tragfläche
Mit dem Bau der Tragfläche geht es los. Wobei hierbei lediglich die Tragflächenverschraubung an den Rumpf angepasst und das Querruderservo eingeklebt werden müssen.

Abschließend wird noch das zweiteilige Hauptfahrwerk eingeklebt.

Der Übergang Rumpf – Tragfläche ist leider nicht optimal, hier ist ein kleiner Spalt an der Tragflächenauflage beidseitig zu sehen.

Rumpf
Zunächst wird der Motorträger sowie das Bugfahrwerk montiert. Hierbei passte die fertig verklebte Anlenkung nicht, weshalb diese gelöst werden musste, so dass eine Anlenkung des Bugfahrwerkes möglich war.

Nach dem anschließenden Einbau der Antriebseinheit werden die Leitwerke verklebt.

Nun werden die Servos im Rumpf montiert und angelenkt. Die Bowdenzüge sind bereits eingebaut und müssen nur noch fixiert werden. Der Gabelkopf des Seitenruders musste komplett eingeschraubt werden, damit Seitenruder und Bugfahrwerk mittig standen.

Abschließend wurde der Empfänger mit doppelseitigem Klebeband (liegt dem Baukasten bei) an der Rumpfseitenwand angebracht.

Zum Abschluss musste der Akku mit dem passenden Stecker verlötet werden. Der Akku wird nun im Akkufach untergebracht.

Wie man den Akku allerdings dauerhaft im Schacht fixieren soll, darüber schweigt die Anleitung. Auch das unter dem Akku befindliche ABS-Teil vereinfacht die Montage nicht.
Der Akku wurde für den Erstflug mit Depronkeilen geklemmt. Schüttelversuche versprachen einen sicheren Halt. Nach erfolgreichem Erstflug wurde ein passender Akkuschacht gebaut.

Für einen Modellbauer ist das kein Problem.

Man nehme:

  • 3mm Sperrholzbrett
  • 0,5mm Sperrholzbrett
  • 2 kleine Holzschrauben
  • Klettband
  • Sekundenkleber

Das 3-mm-Sperrholzbrett wird quer in den Rumpf geklebt. Die Länge des Brettes entspricht der inneren Breite des Rumpfes. Wobei es von Vorteil ist, wenn das Brett etwas länger ist, so dass es durch die Seitenwände geklemmt wird. Die Breite des Brettes beträgt etwa 20 mm. Der Abstand zum Rumpfspant sollte so breit sein, dass das Klettband noch hindurchpasst. Die Höhe, auf der das Brett angebracht wird, ist entscheidend, da sonst bei aufliegendem Akku die Tragfläche nicht mehr passt. Deshalb zunächst das Brett einsetzen und dann den Akku auflegen. Fläche montieren und das Brett so weit herunterschieben, dass die Tragfläche problemlos passt. Jetzt das Brett mittels Sekundenkleber mit den Seitenwänden verkleben.

Das 0,5-mm-Sperrholzbrett kommt längs des Rumpfes auf das 3-mm-Brett, und wird mit den beiden Schrauben befestigt. Zum Schluss kommt noch Klettband zum Einsatz – es fixiert den Akku.

Die Ruder werden nun gemäß
Anleitung eingestellt:

Querruder: +-10mm
Höhenruder: +-15mm
Seitenruder: +-20mm

Zusätzlich wurde noch Expo auf die Ruder programmiert:

Querruder: 50%
Höhenruder: 30%
Seitenruder: 60%

Der Schwerpunkt wurde nach Plan eingestellt. Das Modell hat ein Abfluggewicht von 448g.

Der Bau war schnell abgeschlossen. Die Bauanleitung ist insgesamt sehr gut, wobei die Beschreibung zur Akkufixierung leider fehlte. Die RC-Komponenten passten ohne große Nacharbeit in das Modell. Die Passgenauigkeit der Bauteile ist für diesen Preis sehr gut. Die im Baubericht vermerkten kleinen Mängel sind schnell beseitigt und stören den Gesamteindruck nicht. Nach gerade einmal 6 Stunden Bauzeit – die zudem viel Spaß machte –  konnte es zum Erstflug gehen.

Erstflug:
Zunächst wurde ein Reichweitentest durchgeführt. Danach wurden die Ruderausschläge ein letztes Mal kontrolliert.

Der Start erfolgte von der Hartpiste.

Das Modell hob nach wenigen Metern ab und flog sofort sehr neutral. Nachzutrimmen gab es wenig, der Schwerpunkt passte perfekt.

Nach drei Minuten Flugzeit erfolgte die Landung – ebenfalls auf der Hartpiste.

Nach diesem unspektakulären Erstflug war die Freude groß. Ein super Flugbild und sehr gutmütige Flugeigenschaften. Beim zweiten Flug sollte das Modell seine Kunstflugtauglichkeit unter Beweis stellen. Ein zu tief angesetzter Looping führte zu einer ungewollten Landung im hohen Gras. Doch der Schaden war nach fünf Minuten wieder behoben – das Bugfahrwerk musste zurückgebogen und die Schraubenlöcher des selbigen mit Sekundenkleber verstärkt werden.

Von nun an wurde der Flugspaß mit dem Modell immer größer. Ein weiterer Start zeigte, dass die Cherokee Loopings und Rollen mit links nimmt, selbst Rückenflug ist kurzzeitig möglich. Starts sind easy und zur Landung kommt das Modell relativ langsam herein. Man sollte nach dem Aufsetzen allerdings nicht zu sehr ins Seitenruder langen, da sonst das Modell aufgrund des weichen Bugfahrwerkes auf die Schnauze geht. Doch nach wenigen Landungen hat man das schnell im Griff. Landungen auf Gras sind natürlich auch möglich, wobei hier die Radschuhe entsprechend bremsen. Doch das Modell ist hart im nehmen, das Bugfahrwerk gibt nach und so bricht nix.

Nachdem mein Flugschüler, welcher zuvor nur mit dem Easy Glider E geflogen ist, aus dem Kurzurlaub zurückkam, wurde ihm das Modell in die Hand gedrückt. Weder beim Start, im Flug, noch bei der Landung hatte er Probleme. Somit ist dieses Modell selbst von wenig erfahrenen Piloten fliegbar.
Die Motorleistung ist ausreichend. Brushless ist somit nicht Pflicht, außer man will das Modell zum Schleppen von Seglern nutzen.

Die Flugzeit liegt bei ca. 11min.

Fazit:
Schnell gebaut und easy im Handling. Ein rundum gelungenes Modell. Zusammengebaut passt es auf die Hutablage – und ist somit immer dabei.

Kostenübersicht:

Piper Cherokee Best. Nr. 9001 49,95 €*
Empfänger R700 Best. Nr. 3551 65,00 €*
Quarz Best. Nr. 3265 27,40 €*
Direct Drive Speed 400 Plus Best. Nr. 6063 49,95 €*
Akku 2s 1000mAh Best. Nr. 7625.2 35,00 €*
Servo C1041 Best. Nr. 5116 17,90 €*
Servo C1041 Best. Nr. 5116 17,90 €*
Servo C1041 Best. Nr. 5116 17,90 €*
Gesamt 281,00 €

*UVP von http://www.Graupner.de

Flugaufnahmen © by Daniel Just

468 ad
Werbung
Werbung