Testberichte und Informationen aus dem RC-Modellbau

Voltflyer

Voltflyer 3D F3A (lang) von Voltmaster

Technische Daten:

Spannweite: ca. 800 mm
Länge: ca. 800 mm
Gewicht: ab 100 g

Voltmaster bietet für den Voltflyer ein Komplettpaket an, welches neben dem Modell auch das komplette RC-Equipment beinhaltet.


Der Lieferumfang:

Das Modell kann lackiert oder unlackiert bestellt werden. Neben den sauber gefrästen Depronteilen befinden sich noch eine EPP-Schnauze sowie die notwendigen CFK-Stäbe und –Profile im Lieferumfang.

Die RC-Komponenten im Überblick:

Motor: Hacker A20-34s
Regler: Hacker X12
Luftschraube: GWS 8*4,3” und Propsafer
Servos: (3x) ES-05
Empfänger: GWS R4P II inkl. Quarz
Akku: 2s 400 mAh Flight-Power
oder
2s 800 mAh Flight-Power

 

Zubehör:

Bauanleitung, Styrosekundenkleber/Aktivatorspray sowie GFK-Ruderhörner samt Schrumpfschlauch für die Ruderanlenkung.

Zur Fertigstellung werden lediglich noch Klebefilm, Klettband sowie Stecker benötigt.

Der Bau:
Vor dem Bau stand das Studium der Bauanleitung an. Wer bereits einen Shocky gebaut hat, wird den Voltflyer auch ohne Bauanleitung fertig stellen können. Alle anderen sollten die Anleitung zu Rate ziehen. Neben Sicherheitshinweisen zum Umgang mit Lipo-Zellen beschreibt diese in Wort und Bild, wie man den Voltflyer zusammenbaut. Die Anleitung ist übersichtlich strukturiert, und führt zu einem schnellen Fertigstellen des Fliegers. Sollten doch einmal Probleme auftreten, kann man ohne weiteres Voltmaster kontaktieren – dort wird einem gerne weitergeholfen.

Nach nicht einmal einer Stunde war der Rohbau beendet. Passgenau gefräste Teile in Verbindung mit Sekundenkleber und einer ausführlichen Aufbauanleitung führen zu einem Rohbaugewicht von 58 g.

Servoeinbau:
Die Servos werden an den vorgesehenen Plätzen einfach mit Sekundenkleber eingeklebt. Nun konnte auch schon die Ruderanlenkung erfolgen. Hier stellte sich heraus, dass die Servoarme zu dick waren, um sie mit dem beiliegenden Schrumpfschlauch zu verbinden, deshalb wurden diese heruntergeschliffen. Danach konnte auch schon die Anlenkung mittels CFK-Stab und Schrumpfschlauch fertiggestellt werden. Ein paar Detailbilder in der Anleitung an dieser Stelle wären für einen Neuling sicher hilfreich, denn nicht jeder versteht auf Anhieb, wie das genau funktionieren soll.

Beim Querruderservo musste ebenfalls das Servohorn heruntergeschliffen werden. Für große 3D-Ausschläge ist das beiliegende Servohorn etwas kurz, weshalb dieses mittels CFK-Stab verlängert wurde.

Antriebseinheit:
Zunächst musste der Motor auf Rückspantmontage umgebaut werden, bevor er festgeschraubt werden konnte. Dies ist in der Anleitung sehr gut beschrieben. Bevor der Motor jedoch endgültig eingebaut wurde, musste er noch an den Regler gelötet werden. Dazu wurden die Kabel am Regler entfernt und die Motorkabel direkt am Regler aufgelötet. Hierbei muss man aber darauf achten, nicht zu lange mit dem heißen Lötkolben an der Lötstelle zu bleiben, da sonst der Regler beschädigt werden kann.

Nun konnte die Antriebseinheit montiert werden.

Danach wurden der Empfänger und der Regler mittels Klebeband befestigt.

Das Einstellen des Schwerpunktes erfolgt durch den Akku.

Dieser wird mit Klettband am Modell befestigt.

Damit ist der Bau bereits abgeschlossen – das Abfluggewicht beträgt 178 g.

Schwerpunkt und Ruderausschläge
Schwerpunkt und Ausschläge wurden nach Anleitung eingestellt – zudem wurden noch Expo auf Höhe (25%) und Quer (50%) gegeben, um feinfühliger steuern zu können.

Der Erstflug:
Der Erstflug erfolgte in der Halle. Mit seinen 178 g ist der Voltflyer fast schon ein Schwergewicht in der Indoorszene – typisch sind heute Gewichte unter 150g. Um das Abfluggewicht nicht noch höher zu treiben, sollte man für den Indooreinsatz den 400 mAh Akku nehmen. Trotzdem ist das Modell uneingeschränkt indoortauglich – der Erstflug war völlig problemlos. Das Modell liegt ruhig in der Luft und lässt sich präzise fliegen. Bei den Kunstflugfiguren setzt nur der Pilot das Limit. Dank der EPP-Schnauze hält sich auch der Reparaturaufwand der selbigen – die ja bekanntlich immer zu erst einschlägt – in Grenzen. Als Schwachstelle stellte sich das Fahrwerk heraus, da die Verklebung am Rumpf nach einigen Landungen den Rumpf leicht beschädigte. Um diesem Problem von vorn herein aus dem Weg zu gehen, ist es ratsam, an dieser Stelle zuvor einen Streifen Strapping-Tape beidseitig anzubringen. Dank des Tapes reißt nun nichts mehr aus. Eine Rückfrage bei Voltmaster ergab, dass das Problem bekannt wäre und gerade die Bauanleitung überarbeitet wird, in der auch auf das Problem samt Problemlösung eingegangen wird.

Im Outdooreinsatz kommen dem Modell seine 178 g zu gute, da er durch das höhere Gewicht im Vergleich zu einem leichteren Modell nicht so windanfällig ist. Trotzdem sollte man den Voltflyer bei Sturm lieber zu Hause lassen.

Fazit: 
Für einen Indoorneuling ist das Komplettpaket nahezu perfekt. Das hohe Gewicht der Komponenten könnte man zwar durch leichtere Komponenten drücken – doch würde dabei der Preis des Sets um rund 100 Euro steigen.
Außer der bereits angesprochenen Problematik bezüglich der Ruderanlenkung passt ansonsten alles hundertprozentig zusammen.
Der Bausatz des Modells ist gut durchdacht und führt so zu einer schnellen Fertigstellung. Ein sehr zu empfehlender Bausatz, der mit gerade einmal 25 Euro für die unlackierte Version des Voltflyers noch dazu sehr günstig ist.
Die Komponenten aus dem Komplettset sind auf das Modell abgestimmt, so dass es beim Zusammenbau zu keinen größeren Problemen kommt.

Kostenübersicht:
Der Preis für das Komplettset liegt bei 155 Euro. Als Zubehör werden lediglich noch ein Lipo-Lader sowie ein 4K Sender benötigt.

Flugaufnahmen © by Daniel Just

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