Testberichte und Informationen aus dem RC-Modellbau

PROGDISC von Kontronik

Mit der PROGDISC bringt Kontronik ein für Drehzahlsteller neues Einstellkonzept auf den Markt.

Musste die Feineinstellungen der Kontronik Regler bisher über so genannte Progcards mit blinkenden LEDs vorgenommen werden, so geht es heute etwas moderner mit Bewegungssensoren und Farbdisplay. Dabei hat Kontronik das Rad aber nicht neu erfunden, vielmehr haben sie es verstanden, eine bestehende Hardware, für eben die Zwecke zu nutzen. STM32-Primer heißt die Hardwarebasis der PROGDISC, sie wurde von einem französischen Hersteller zur Entwicklung von Prototypen entwickelt und dürfte, dank der Software von Kontronik, demnächst auch bei machen Modellbauer ein neues zu Hause finden.

Geliefert wird die PROGDISC nebst der Anleitung zusammen mit einem Anhängeband und einem USB Anschlusskabel. Die PROGDISC selbst verfügt über zwei Anschlüsse, einer direkt für den Anschluss des Reglers, der andere kann optional an den Empfänger angeschlossen werden. Auf der PROGDISC findet man nur eine Taste. Die weitere Bedienung erfolgt über Beschleunigungssensoren, die eine Neigung auf die Seite erkennen und entsprechend umsetzen. Das LCD-Farbdisplay ist ein eine Kunststoffscheibe eingefasst. Last but not least findet man noch ein Mini USB Port über den die PROGDISC mit dem PC verbunden werden kann.

Bedienungskonzept
Wie bereits erwähnt verfügt die PROGDISC lediglich über einen Taster. Alle anderen Funktionen werden durch ein Neigen der PROGDISC in die entsprechende Richtung eingestellt. So navigiert man durch ein Neigen nach vorne und hinten durch das Menü auf und ab. Eine Neigung nach links (sowie auch das Drücken des Tasters bestätigen die Einstellung). Neigungen nach rechts brechen die aktuelle Einstellung ab, bzw. führen einen Schritt zurück, ohne die Einstellungen zu übernehmen. Die Neutralposition der PROGDISC kann über das Menü eingestellt werden, so kann man auch auf etwaige Sonneneinstrahlung reagieren und die PROGDISC auch im entsprechenden Winkel halten.

Nach Anschluss des Reglers erkennt die PROGDISC selbstständig, welche Einstellungen am Regler vorgenommen werden können. Im Falle des Jive sind das aktuell die Einstellungen der ProgCard 1 und ProgCard2. Hierzu werden beide Einstellungsmöglichkeiten angezeigt und man muss sich für eine der beiden Optionen entschieden. Zum Wechseln der Einstellungen muss der Regler neu angeschlossen werden.

Hat man sich erst mal mit der Navigation des Systems vertraut gemacht, geht einem die Einstellung schnell von der Hand. Seinen Vollen Funktionsumfang wird die PROGDISC erst mit den Reglern der Koby Generation bringen. Hier wird wird es sogar möglich sein, ein Softwareupdate über die PROGDISC zu tätigen, da sie als Schnittstelle zwischen PC und Regler verwendet werden kann.

Auch sollen die Einstellungen zukünftiger Regler über den PC ausgelesen werden können. Man kann sich sicher sein, dass diese Entwicklung gerade am Anfang steht. In ein paar Jahren wird es selbstverständlich sein, seinen Regler über den PC auf einen neuen Softwarestand zu bringen, bzw. die Einstellungen darüber auszulesen und mit anderen auszutauschen.

Für wen lohnt sich die PROGDISC? Sollte man noch nicht über eine ProgCard 1 oder ProgCard 2 verfügen, kann die Anschaffung einer PROGDISC recht interessant sein. Besitzt man die Karten bereits, gibt es keinen Grund zur Eile. Einen Vorteil hat man durch den Einsatz aktuell noch nicht.

Dies könnte sich aber durch ein Update der Software der PROGDISC recht schnell ändern, denn diese kann auch direkt über den PC auf einen neuen Stand und damit einen neuen Funktionsumfang gebracht werden. Besitzt man noch keine ProgCard oder beabsichtigt man auf die Koby Serie zu gehen, kann man bereits jetzt die PROGDISC erwerben. Kann sie doch sehr einfach auf einen neuen Stand gebracht werden.

 
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