Testberichte und Informationen aus dem RC-Modellbau

Grundbegriffe für Flächenmodelle

Auf Modellflugplätzen werfen sich Modellflieger Wörter an den Kopf, die für Außenstehende sowie Fluganfänger nicht verständlich sind. Die Modellflieger sprechen quasi eine eigene Sprache:

Ausschlag Damit ist der Weg, welchen dir Ruder nehmen, gemeint. Dieser wird in Grad oder Millimeter angegeben.
Differenzierung Wenn das Ruder nach unten und nach oben unterschiedlich weit ausschlagen soll, so spricht man von Differenzierung. Dies findet man besonders bei den Querrudern wieder, wo zum Bsp. eine Differenzierung von 50 Prozent bei Seglern gewünscht ist. D.h. das Querruder fährt nach unten nur 50 Prozent des Weges, welchen es nach oben zurücklegt.
Drücken Hat dieselbe Bedeutung wie das Wort „Ziehen“, allerdings gibt der Pilot hierbei Tiefenruder. Auf dem Rücken mußt du drücken, sonst mußt du dich nach den Trümmern deines Fliegers bücken 
Dualrate Diese Funktion wird über den Sender aktiviert. Hierbei wird der Ausschlag verringert. 70% Dualrate bedeutet also, daß das Ruder nur 70% des maximalen Ausschlages einschlägt. Diese Funktion wird durch einen Schalter ein/aus geschaltet und kann so nach Belieben eingesetzt werden, z.B. geringe Ausschläge bei Start und Landung, große Ausschläge beim Fliegen.
Elektrothermik Steigen des Modells mit Hilfe des Elektroantriebes.
Expo Diese Funktion wird am Sender aktiviert. Bei 0% Expo legt das Servo eine lineare Bewegung zurück. Durch erhöhen des Expowertes ändert sich die lineare Bewegung in eine kurvenförmige. D.h., wenn man am Senderknüppel 50% des Weges  einschlägt, so legt das Servo eine, um die Prozentzahl  des Expowertes, geringere Stecke zurück.
Flugleiter In Vereinen ist es üblich, daß eine Person für die Flugsicherung sorgt. Diese Person hat das Sagen und kann Piloten das Fliegen verbieten. Er wacht über den Flugraum, so daß keine Kollisionen mit Manntragenden Fliegern oder Vögeln entstehen können. Des weiteren sorgt er dafür, daß die Piloten sicher starten und landen können, ohne andere dabei zu gefährden.
Motorseitenzug Ein Motor, egal ob Elektro oder Verbrenner, entwickelt ein Drehmoment,
welchem entgegen gewirkt werden muß. Deshalb wird der Motor, wenn man von oben auf das Modell schaut, nach rechts zeigend eingebaut. In der Regel sind dies 0,5 – 4Grad, je nach Motorleistung.
Motorsturz Ein Motor wird in der Regel mit Zug nach unten eingebaut. So daß das Modell bei Vollgas eine geradlinige Bewegung durchführt.
Schwerpunkt Damit ein Modellflugzeug fliegt, muß der Schwerpunkt, seine Balance, stimmen. Der Schwerpunkt kann der Anleitung entnommen werden. ZurÜberprüfung gibt es Schwerpunktwaagen, auf denen man das Modell auswiegen kann. Kippt das Modell nach vorne über (Kopflastig), so muß in das Heck etwas Blei, bzw. die Komponenten müssen etwas nach hinten gelegt werden. Kippt das Modell nach hinten weg (Schwanzlastigkeit), so muß etwas mehr Gewicht nach vorne gebracht werden. Der Optimale Schwerpunkt muß meist erflogen werde, wobei ein etwas Kopflastigeres Modell immer besser zu fliegen ist als ein schwanzlastiges.
Spiel Hierbei geht es um die Anlenkung der Ruder. Ziel ist es eine spielfreie Anlenkung zu realisieren. Das Spiel kommt meist durch zu flexible Gestänge. Auch sollten die Löcher von Ruder- und Servohorn nicht größer sein, als die Durchmesser der Gestänge/Gabelköpfe, welche eingesetzt werden.
Trimmung Durch die Trimmung wird die Flugbahn des Modells geändert. Ziel ist es, das Modell geradeaus fliegen zu lassen, ohne daß der Pilot dabei eine Korrektur vornehmen muß. Getrimmt wird über den Sender. Bei starkem Wind kann es nützlich sein, etwas Tiefenruder zu trimmen, damit das Modell gegen den Wind ankommt.
Ziehen vor allem Fluganfänger werden dieses Wort am Anfang fast im Minutentakt von ihrem Fluglehrer hören. Hierbei ist ein Steuerbefehl gemeint, bei dem das Höhenruder gezogen wird und somit ein Sink – oder Sturzflug abgefangen werden kann.
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